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Schulversuch: Private Handynutzung in der Schule

I. Regelungen und Erklärungen

I. Allgemeines

Abweichend von der geltenden Hausordnung in der aktuellen Fassung und abweichend von den in Art. 56 Abs. 5 BayEUG nachzulesenden Regelungen gelten im Rahmen des Schulversuchs „Private Handynutzung in der Schule“ nach einer offiziellen Unterweisung der Schülerinnen und Schüler durch die Schule (voraussichtlich am 05.11.2018) die folgenden Regelungen und nur für ausgewählte Jahrgangsstufen der Dominik-Brunner-Realschule Poing. Die Nutzungsordnung wird im Laufe des Schulversuchs fortlaufend weiterentwickelt und angepasst.

II. Nutzungs- und Verhaltensregeln

  1. Die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe dürfen ihr Smartphone oder digitale Speichermedien privat nutzen.
  2. Die Nutzung zu privaten Zwecken ist im Pausenhof und im Atrium zu folgenden Zeiten gestattet:
    • vor Unterrichtsbeginn bis zum Morgen-Gong um 7:50 Uhr 
    • in der Mittagspause zwischen 13:05 und 13:45 Uhr
  3. Das Anfertigen von Fotos, Filmaufnahmen und Tonaufnahmen ist mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte anderer Mitglieder der Schulgemeinschaft strengstens untersagt.
  4. Im Rahmen der Nutzung darf niemand gestört oder belästigt werden (z.B. durch das Abspielen von Musik).
  5. Den Schülerinnen und Schülern stehen weder W-LAN noch Steckdosen zum Aufladen der Geräte zur Verfügung. 
  6. Das Mitbringen und die Benutzung privater Handys geschieht – generell und wie seit jeher – auf eigenes Risiko. Auch mit Blick auf die anfallenden Kosten (Datenvolumen, Anschaffungskosten, Ersatzbeschaffung bei Verlust oder Beschädigung) nutzen alle Schülerinnen und Schüler ihr Handy in eigener Verantwortung bzw. mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten

III. Schlusshinweise

  • Niemand wird bei uns ausgrenzt, weil er kein Smartphone besitzt oder kein Smartphone zur Schule mitbringt. Umgekehrt gilt das Gleiche.
  • Wir möchten niemanden durch den Schulversuch animieren, sich „für die Schule“ ein Handy kaufen zu „müssen“.  Auch zukünftig entscheiden die Erziehungsberechtigten, ob und ab wann sie ihrem Kind ein Smartphone kaufen, ob sie es ihnen beispielsweise (jederzeit widerruflich) als „Leihgabe“ aushändigen oder „schenken“. Wir bestärken alle Eltern darin, mit der Anschaffung eines Smartphones abzuwarten, bis sie der Ansicht sind, dass das eigene Kind die nötige Reife erlangt hat, damit umzugehen. 
  • Da wir uns als Erziehungspartner der Eltern begreifen, möchten wir im Rahmen des Schulversuchs die Kinder/Jugendlichen auf ihrem digitalen Reifungsprozess begleiten und unterstützen. Aus diesem Grund fordern wir die Einhaltung grundlegender Gesellschaftsregeln ein.
  • Die Erziehungsberechtigten entscheiden auch weiterhin, ob ihr Kind in sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Instagram etc. aktiv sein darf oder nicht. 
  • Wir werden auch zukünftig größten Wert darauf legen, dass wir das persönliche Gespräch zueinander suchen und erachten es als unhöflich, wenn man seinem Gegenüber nicht die notwendige Aufmerksamkeit schenkt, weil man sich stattdessen seinem Smartphone widmet.
  • Wir werden auch zukünftig gegen alle Formen digitaler Beleidigungen, Ausgrenzung usw. vorgehen, die sich damit auch deutlich von einer „normalen“ und erwünschten Handynutzung unterscheiden.

Smartphones gehören zur Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler – der Umgang damit will gelernt sein!

Wir freuen uns, dass die Dominik-Brunner-Realschule am Schulversuch „private Handynutzung an Schulen“ teilnehmen darf. Als eine von 135 Schulen wurde unsere noch junge Realschule ausgewählt, um in den kommenden zwei Schuljahren (Schuljahre 2018/19 und 2019/20) am bayernweiten Schulversuch mitzuwirken. Der Schulversuch verfolgt das Ziel, die eigenverantwortliche Regelung der Nutzung von Mobilfunktelefonen und sonstigen digitalen Speichermedien zu privaten Zwecken durch Schulen zu erproben. Der Einsatz auch von Mobiltelefonen im Rahmen des Unterrichtes ist schon jetzt (zum Beispiel für Recherchen und zur Erstellung von Präsentationen) bei uns Usus.
 
„Wir haben uns einen Fahrplan überlegt“, so Schulleiter Wabner. „Gemeinsam mit Schüler- und Elternvertreter werden wir uns auf den Weg machen“. In den verschiedenen Phasen des Schulversuchs werden wir nun mit den Schülerinnen und Schülern ausgewählter Jahrgangsstufen Regelungen testen und parallel dazu die Lehrkräfte und die Eltern von Form von Online-Fragebögen befragen. Wir möchten unsere Regelungen auf deren „Alltagstauglichkeit“ testen und so unsere Schülerinnen und Schüler noch intensiver im Bereich der Mediennutzung begleiten. Wir sind stolz, dass wir im Zuge des Schulversuchs für uns passende Regelungen finden und ausprobieren dürfen.
 
Durch eine aktive, lebensnahe Mediennutzung möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler stark im Umgang mit den neuen Medien machen. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen einen vernünftigen, selbstkritischen und an gesellschaftliche Umgangsformen angepassten Umgang  mit den sozialen Medien üben und lernen. Und: Wenn wir dann vielleicht am Ende gemeinsam feststellen, dass es nicht nur angenehmer, sondern auch kommunikativer und höflicher ist, das Smartphone auf dem Schulgelände für bestimmte Zeiten ausgeschaltet zu lassen  – obwohl man es eingeschaltet haben dürfte! -, dann haben wir vielleicht sogar etwas ganz Unerwartetes aber auch sehr Schönes entdeckt. Wir werden sehen!
 

Unsere Schule wird im Rahmen des Schulversuchs extern durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung ISB begleitet (z.B. bei der Erstellung und Weiterentwicklung der Nutzungsordnung). Auch auf der Grundlage einer vom ISB geleiteten Evaluation sollen die von den Schulen gewählten Regelungen und Verfahrensweisen u. a. hinsichtlich ihrer schulorganisatorischen und medienerzieherischen Wirksamkeit überprüft werden.

Bereits in den vergangenen Schuljahren hat sich die Dominik-Brunner-Realschule auf den Weg gemacht, digitale Medien in den Schul- und Familienalltag miteinzubeziehen. Unterricht mit digitalen Tafeln und Tablets gehört zum Standard. Gemeinsam mit allen Beteiligten der Schulfamilie – Eltern, Lehrer und Schüler – wurde eine Schul-App entwickelt, über die die Eltern ihre Kinder per Handy krank melden können, Nachrichten direkt aufs Handy verschickt werden und Hausaufgaben abgerufen werden. Das „Digitale Klassenzimmer“ ein Lernblog auf der Homepage unserer Schule erleichtert und bereichert das Lernen dank und mit den digitalen Medien. Wir haben keine Berührungsängste im Umgang mit zeitgemäßen Medien, begreifen dies als selbstverständliche Herausforderung für unseren Unterricht und als Voraussetzung für eine zukunftsorientierte Schulausbildung unserer Schülerinnen und Schüler.

Ansprechpartnerin im Schulversuch

M. Hafner, weitere stellv. Schulleiterin

  • 08121 / 254789-0
  • 08121 / 254789-33
  • @.

II. Kurz-Dokumentation

Fortschritt des Schulversuchs

Start des Schulversuchs

05.10.2018

Treffen der Schul- und Klassensprecher mit den Verbindungslehrkräften. Erste Vor-Information zum Schulversuch und weitere Schritte 

10.10.2018

Am 10.10.2018 fand die erste Sitzung des Schulforums statt. In der Sitzung wurde beraten und beschlossen, dass sich wir die private Nutzung von Smartphones auf die Jahrgangsstufen 9 und 10 eingrenzen möchten. Wir möchten zu einem kritischen und reflektierten Nutzungsverhalten unserer Schülerinnen und Schüler beitragen und hierfür klare Regeln aufstellen. 

16.10.2018 – 04.11.2018

In der KW 42 (ab 15.10.2018) bis zum Ende der Herbstferien werden die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe zum Medienverhalten und zu deren Erwartungen bzgl. privater Handynutzung auf dem Schulgelände befragt. Die Rückmeldungen werden parallel zur ersten Testphase ausgewertet und flankieren diese.

Start der Versuchsphase

05.11.2018

Am Montag, 05.11.2018 werden alle Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgangsstufe im Atrium zu den für den Schulversuch geltenden Regelungen informiert und etwaige Fragen geklärt. Danach startet die erste Versuchsphase, in der wir den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Jahrgangsstufen die private Nutzung in bestimmten Bereiche auf dem Schulgelände gestatten.

Dezember 2018

1. Datenerhebung durch das ISB im Rahmen der Evaluation bei Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern in Form eines Online-Fragebogens

Dezember 2018

Schulspezifische Rückmeldung zur 1. Datenerhebung durch das ISB an die Schulen

23.01.2019

In der 2. Sitzung des Schulforums werden die Ergebnisse aus der 1. Versuchsphase und die Ergebnisse der Befragung durch das ISB vorgestellt. Etwaige Änderungen und Anpassungen an den bestehenden Regelungen werden beraten und abgestimmt.

24.01.2019 –  ….

In der 2. Versuchsphase wird auf Grundlage der bis dahin angepassten Regelungen getestet, wie sich diese auf das Nutzungsverhalten auswirken.  

Ende März 2019

Übermittlung der schulischen Nutzungsordnung unserer Schule an das ISB  

Oktober 2019

2. Datenerhebung durch das ISB im Rahmen der Evaluation bei Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern in Form eines Online-Fragebogens

Dezember 2019

Schulspezifische Rückmeldung zur 2. Datenerhebung durch das ISB an die Schulen

24.01.2019 –  ….

ggf. nochmalige Übermittlung der schulischen Nutzungsordnung unserer Schule an das ISB  

Mai 2020

3. Datenerhebung durch das ISB im Rahmen der Evaluation bei Schulleitung, Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern in Form eines Online-Fragebogens

Dezember 2019

Schulspezifische Rückmeldung zur 3. Datenerhebung durch das ISB an die Schulen

Juli 2020

Ende des Schulversuchs

III. Presse