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MINTensiv-Woche in Oberaudorf

Anreise

Nachdem wir es geschafft hatten, unsere Gepäckstücke mit Hilfe der öffentlichen Verkehrsmittel heil (und fast vollständig) nach Oberaudorf zu bringen, wurden wir bereits am Bahnhof von einer Mitarbeiterin des Schauerhauses in Empfang genommen. Leider nahm diese nur die Gepäckstücke in ihrem VW-Bus mit und wir mussten den Anstieg zu unserer Herberge durch Muskelkraft bewältigen. Am Schauerhaus angekommen hieß es dann – Gott sei Dank – bald „Essen fassen!“ und wir konnten uns für die weiteren Aufgaben des Tages stärken.



Erster Tag

Am ersten Tag stand zunächst ein kurzer Erkundungsmarsch rund um das Gelände des Schullandheims auf dem Programm. Im Anschluss daran fand eine Mathematikvorlesung statt, in der wir lernten, was das „Haus vom Nikolaus“ mit dem Problem der „Königsberger Brücken“ zu tun hat, und wie man mathematisch Problemstellungen generell erfasst und löst. Vor dem Abendessen blieb, wie immer wieder in dieser Woche, noch Zeit für Spiel und Spaß (z.B. beim Tischtennis und Kartenspielen). Nachdem wir gegessen hatten, erwartete uns ein sehr interessanter und interaktiver Vortrag mit dem Thema „Berufsfindung und Umgangsformen“, bei dem wir viel für die uns bevorstehenden Bewerbungsgespräche gelernt haben.

Zweiter Tag

Am zweiten Tag besuchten uns zwei Experten von der FH Rosenheim, die ihre LEGO-Mindstorm-Roboter im Gepäck hatten. Nach einer kurzen Einweisung in die Programmiersprache ging es dann schnell an die Praxis und wir bauten und programmierten Roboter. Diese bewegten sich in einem vorgegebenen Bereich oder folgten einer Linie.  Besonders interessant war es jedoch auch, den eigenen Roboter so zu programmieren, dass er im Kampf gegen den Roboter eines andern Teams bestehen konnte, indem er diesen umwarf oder auf ihn einhackte.

Dritter Tag

Auch am dritten Tag bekamen wir Besuch von einem externen Fachmann der FH Rosenheim. Dieser gab uns, mit Kompanden und GPS-Systemen im Gepäck, zunächst einen Einblick in die Möglichkeiten zur Orientierung im Gelände (klassisch per Kompass bzw. Karte und auch ganz modern über die Positionsbestimmung per Satelliten). Dann war die Möglichkeit gekommen, das Wissen in die Praxis umzusetzen, das Gelände um das Schauerhaus beim Geocaching (GPS-Schnitzeljagd) zu erkunden und später auch eigene Rätsel sowie Suchaufträge zu erstellen. Nebenbei wurde uns auch klar, warum es nicht immer eine gute Idee ist, dem Navi blind zu folgen. Auch hier ist es wichtig, den Kopf einzuschalten und über die Beschaffenheit des Weges nachzudenken. Nach dem Abendessen wendeten wir uns schließlich wieder der Berufsorientierung zu und trainierten in Teams typische Aufgaben aus einem Assesment Center.

Vierter Tag

Der vierte Tag begann sportlich, da wir nach dem Frühstück eine Wanderung auf das nahe gelegene Hocheck unternahmen, wo wir neben dem Gipfelkreuz auch noch ein bisschen Restschnee und Skifahrer vorfinden konnten. Nachmittags ging’s ans praktische Arbeiten: Unter Anleitung von Frau Meier und Herrn Heimbucher wurden die Grundlagen der Elektrik und Mechanik mit Hilfe von Baukästen erarbeitet. Hier war wieder Präsentationsgeschick gefragt, da die Gruppen die einzelnen mechanischen Triebwerke und Schaltungen den anderen Schülerinnen und Schülern vorstellten. Ein wirklich faszinierendes Highlight war dann noch am Abend bei uns zu Besuch: Herr Bogner, der das MINTensiv-Programm in Oberaudorf ins Leben gerufen hatte, stellte uns die Möglichkeiten des 3-D-Drucks vor.

Heimfahrt

Um vieles schlauer, aber auch erschöpft von dieser (M)INTensiven Woche traten wir am Freitagmorgen die Heimreise an. Bestimmt wird sich der ein oder andere immer wieder an die Inhalte dieser Woche erinnern und Anwendungsgebiete im Alltag finden (und sei es spätestens beim eigenen Bewerbungsgespräch).

Lisa Meier, StRin (RS)