MINTensiv-Woche in Oberaudorf

Anreise
Mit der S-Bahn und dem Meridian sind wir am Montag gut gelaunt nach Oberaudorf gereist. Dort wurden wir am Bahnhof herzlich begrüßt, doch nur die Gepäckstücke durften mit dem VW-Bus mitfahren. Wir verließen uns auf unsere Muskelkraft und marschierten den Berg im ersten Schnee des Jahres zur Jugendherberge hoch. Nach der Zimmervergabe hieß es – Gott sei Dank – „Essen fassen“, um für die weiteren Aufgaben des Tages gerüstet zu sein.

Erster Tag
Am ersten Tag begann das Programm mit dem Bau eines Leitfähigkeitsmessers, mit dem wir unterschiedliche Stoffe – wie z.B. Zahnpasta – auf ihre elektrische Leitfähigkeit testeten. Anschließend stellte uns Herr Bogner, der das MINTensiv-Programm in Oberaudorf ins Leben gerufen hatte, Möglichkeiten mittels 3-D-Druck vor. Nach einer kurzen Brotzeit erwartete uns ein sehr interessanter und interaktiver Vortrag mit dem Thema „Berufsfindung und Umgangsformen“. Für unsere zukünftigen Bewerbungsgespräche erhielten wir einiges an Input, Insiderinformationen und durften uns selbst in einer Bewerberrunde testen. Nach diesem ereignisreichen Tag waren wir bereits auf die restliche Woche gespannt.

Zweiter Tag
Die MINT-Woche stand zudem unter dem Aspekt der Vorbereitung auf die Projektpräsentation. So nutzten wir ausgiebig den Vormittag, um Filme zu drehen, PowerPoint Präsentationen zu erstellen, Interviews abzuhalten und Gespräche mit unseren Betreuern zu führen. Nach einem deftigen Mittagessen mit Schnitzel und Kartoffelsalat erwarteten wir neugierig einen Experten der FH Rosenheim, der uns eine Einweisung in die LEGO-Mindstorm-Roboter gab. Nach einer kurzen Einführung in die Programmiersprache bewegten sich die Roboter bereits vorwärts oder rückwärts – manche schafften sogar schon Kreise zu fahren. Der Abend endete schließlich mit einer Diskussion nach der Methode „Fishbowl“. Dabei lernten wir die anderen anwesenden Schulen Lenggries und Burghausen besser kennen.

Dritter Tag
Robotik 2.0. Auch heute widmeten wir uns am Vormittag der Programmierung der LEGO-Roboter. Mittlerweile gaben die kleinen Monster Geräusche von sich und folgten mal mehr und mal weniger einer vorgegebenen Linie. Nach einem frühen Mittagessen brachen wir nach Kufstein mit der S-Bahn auf. Dort bekamen wir eine Werksführung in der RIEDEL Glashütte und konnten der Produktion der Glasbläser fasziniert zuschauen. Ein kurzer Film und ein Besuch im Shop rundeten den Ausflug in der Glasbläserei ab. Anschließend war ein Stadtbummel in Kufstein angesagt. In Kleingruppen besuchten wir dieses idyllische Städtchen und ließen die Atmosphäre auf uns wirken. Ausgeruht und gestärkt begannen wir den Abend mit einer Dokumentation zur künstlichen Intelligenz und den Zukunftsaussichten und –visionen. Abgerundet wurde der Tag – wie immer diese Woche – mit Spiel und Spaß in kleinen Gruppen (z.B. beim Karten-, Brettspiel oder in der Disco).

Vierter Tag
Die Woche neigte sich langsam dem Ende, doch noch einmal starteten wir durch. Mehrere Stunden beschäftigten wir uns mit der Projektarbeit und gelangten zu sehr guten Ergebnissen. Zudem konnten wir nachmittags nochmals praktisch arbeiten und einen Elektromotor bauen – der leider nicht bei allen funktioniert hat. Zudem beschäftigten wir uns mit der Miniplatine Calliope. Spielerisch erreichten wir den Zugang zur digitalen Welt und programmierten bunte Texte, Emojis und Lieder. Nach einer abschließenden Evaluation beendeten wir den Tag mit Spielen und guten Gesprächen.
Heimfahrt

Um einige Erfahrungen reicher und auch schlauer brachen wir erschöpft von der (M)INTensiven Woche nach Hause auf. Bestimmt denkt der eine oder andere nochmals an die spannenden Tage zurück und wird eventuell Inhalte auch im Alltag zur Anwendung bringen können.

Martina Stadler