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K U N S T – K Ö R P E R – S P U R E N

Projekt des Kunstzweigs zu den Künstlern Yves Klein und Robin Rhode

An einem Schultag im Mai nahm der Kunstzweig zum 2. Mal in diesem Schuljahr an einem Kunstprojekt teil. Diesmal besuchte uns Laura Dangl, die an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert und das Projekt im Rahmen ihrer 1. Staatsexamensarbeit geplant und in der Klasse 7d durchgeführt hat.
Zunächst wurde gemeinsam der Begriff „Spuren“ geklärt und Beispiele für vielfältigste Spuren gesammelt, die uns im Alltag begegnen. Anschließend machten sich sieben Gruppen, jeweils mit einem IPad ausgerüstet, auf den Weg, um im Schulhaus und im Schulhof Spuren zu sammeln und fotografisch zu dokumentieren: Vom Fußabdruck an der Wand, den Fingerabdrücken an der Glastür, Blutspuren auf dem Boden, den Farbspritzern über dem Feuerlöscher bis hin zu den Dellen am Spind und allerhand Vergessenem und Verlorenem – es scheint nahezu unmöglich, keine Spuren zu hinterlassen!

Anschließend wurden Arbeiten des französischen Künstlers Yves Klein und Robin Rhode, einem Street Art Künstler mit südafrikanischen Wurzeln, betrachtet. Beide haben sich auf unterschiedliche Art und Weise ebenfalls mit dem Thema Spuren beschäftigt. Und dann kam endlich der heiß ersehnte praktische Teil! Während die einen in Plastikganzkörperanzügen ein „Action Painting“ im Kunstraum veranstalteten und mit blauer und gelber Farbe tanzend, hüpfend und malend ihre Spuren mit Händen, Füßen und Pinseln hinterließen, begaben sich die anderen mit Straßenkreiden auf den Pausenhof und integrierten sich – ganz in der Manier Robin Rhodes – selbst in ihre Kreidezeichnung. Dabei wurden Lieblingsbeschäftigungen wie Eisessen oder Fußballspielen sowie kleine Geschichten dargestellt.

Da am Ende noch etwas Zeit war, bis die Action Painter den Kunstraum wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt hatten, hatten die Straßenkünstler noch die tolle Idee, mithilfe von IMovie Kurzfilme aus ihren Fotos zusammen zu stellen und mit Musik zu unterlegen. Zum Schluss wurden die Ergebnisse des Projekts in der Klasse präsentiert. Alle waren sich einig, dass es Kunstprojekttage noch viel öfter geben müsste! Recht herzlich möchten wir uns an dieser Stelle auch bei Frau Dangl bedanken, die sich dieses schöne Projekt ausgedacht und bei uns durchgeführt hat – wir drücken ihr fest die Daumen für eine super Note in ihrer Zulassungsarbeit.

Susanne Fischer