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Gedenken an Dominik Brunner

 

 

Was  am 12. September 2009 am S-Bahnhof Solln geschah, dauerte nur kurz. Aber die Tat löste eine Debatte über Jugendgewalt aus, die noch Jahre später geführt wurde. Eine Tat, mit der sich – fünf Jahre später – auch Schülerinnen und Schüler unserer Schule beschäftigt haben. Auf der Suche nach einem Schulnamen war es den jungen Menschen wichtig, sich für einen Namensgeber zu entscheiden, mit dem man sich identifizieren konnte. Verschiedenste Vorschläge wurden abgegeben.  „Dominik-Brunner-Realschule“ wurde mit großer Mehrheit der Schulfamilie angenommen. Seit 2015 trägt die Realschule Poing nun den Namen „Dominik-Brunner-Realschule“.

Was aber geschah heute vor 10 Jahren? 

Zwei Jugendliche hatten am 12. September 2009 am S-Bahnhof Donnersbergerbrücke eine Gruppe jüngerer Schüler bedrängt und von ihnen Geld verlangt. Dominik Brunner bekam das mit und rief aus der S-Bahn die Polizei an.

In Solln stieg er mit den 13- bis 15-jährigen Schülern aus und stellte sich schützend vor sie. Was oft und viel diskutiert wurde: Wer hat zuerst zugeschlagen? Es war Dominik Brunner. Das Gericht wertete das später als Notwehr in Erwartung eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs. Die Jugendlichen schlugen daraufhin auf ihn ein und traten ihn, als er schon am Boden lag.

Brunner verlor das Bewusstsein und starb später im Krankenhaus an einem Herzstillstand infolge eines vergrößerten Herzmuskels. Der Fall machte bundesweit Schlagzeilen und Zivilcourage zum gesellschaftlichen Thema.

 

Gedenkveranstaltung am S-Bahnhof Solln

Mehr als 100 Menschen waren am 12. September  zu einer Gedenkveranstaltung am Münchner S-Bahnhof Solln zusammengekommen, darunter Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann und Uli Hoeneß, Kuratoriumsvorsitzender der Dominik-Brunner-Stiftung, die Menschen unterstützt, die wegen ihrer Zivilcourage für andere in Not geraten sind.

Auch im Rahmen des Unterrichtes haben sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit ihrem Namensgeber beschäftigt – ganz nach dem Motto: „Hinschauen statt weg schauen!“; Was bedeutet der Begriff „Zivilcourage“ überhaupt und warum zücken Menschen heutzutage zum Teil lieber ihre Handys, um Videoaufnahmen zu machen, als selbst Hilfe zu leisten? Diesen und anderen Fragen sind Schülerinnen und Schüler der Dominik-Brunner-Realschule im Rahmen des Unterrichtes und des Jahresanfangsgottesdienstes nachgegangen.

Fotos: S. Schnaubelt