Dominik-Brunner-Realschule Poing | Seerosenstr. 13a | 85586 Poing | Tel. 08121 25 47 89 0

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Einladung zur Informationsveranstaltung

Sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen und Mitarbeiter,

Ebersberger Zeitung, 02.10.14
Ebersberger Zeitung, 02.10.14

im Auftrag des Landkreis Ebersberg dürfen wir Sie hiermit zu einer Informationsveranstaltung bzgl. der bereits angekündigten „dezentralen Asylunterkunft in Poing“ einladen. Die Veranstaltung wird

am Mittwoch, 15.10.2014 ab 19 Uhr
in unserem  Atrium (Aula) der Realschule Poing

stattfinden. Neben Herrn Landrat Niedergesäß werden auch Frau Geisler von der Abteilung „Soziales und Bildung“ und Vertreter des Sozial- und Ausländeramtes teilnehmen.
Alle Interessierten sind eingeladen und werden

  • Informationen zur derzeitigen Situation im Landkreis,
  • zum Ablauf eines Asylverfahrens und
  • aktuelle Informationen zu den weiteren Planungen und zur Situation vor Ort (Poing)

erhalten. Im Anschluss stehen Ihnen die oben genannten Vertreter des Landkreises gerne für weitere Fragen zur Verfügung*.

Mit freundlichen Grüßen

Matthias Wabner
Realschuldirektor
Schulleiter

 

* Der Elternbeirat der Realschule hat am 01.10.2014 in einem Gespräch mit der Schulleitung ein paar Fragen zusammengestellt, die aus Sicht der Realschul-Eltern interessant sind. Falls Sie weitere, darüber hinaus gehende Fragen haben, können Sie diese gerne vorab bis spätestens 14.10.2014 an uns mailen (@.), so dass wir dem Landratsamt Ebersberg die Fragen vorab zukommen lassen. Auf diese Art und Weise können die Verantwortlichen die Informationsveranstaltung noch besser auf die Bedürfnisse der Anwesenden abstimmen, denken wir. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Ihre Texte nicht wortwörtlich hier veröffentlichen, sondern eine gewisse Sortierung vornehmen.

 

Sammlung von Fragen, die uns zwischenzeitlich erreicht haben

Bildschirmfoto 2014-10-11 um 07.51.42
Ebersberger Zeitung, 11.10.2014

 

  • Reisestrecke:
    • Welche Reisestrecke und
    • welche damit verbundenen Reisestrapazen haben die Personen hinter sich?

 

  • Herkunft:
    • Woher kommen die Menschen? Welche Länder? Um welche „Krisengebiete“ handelt es sich?
    • Welcher Glaubens- oder Religionsgemeinschaft bzw. welcher ethnischen Gruppe gehören die Personen an?

 

  • Familiäre Situation:
    • Handelt es sich um eher homogene oder eher heterogene Gruppen?
    • sind es z.B. vorwiegend Familien / mit Kindern oder vorwiegend Einzelpersonen?
    • besteht die Gruppe vorwiegend aus Männer oder Frauen?
    • handelt es sich um allein stehende Personen oder um (von der Familie getrennte) Familienväter /-mütter

 

  • Sprache:
    • Gibt es eine Verkehrssprache (wie z.B. Englisch), die eine Kommunikation vor Ort ermöglicht?
    • Zu Beginn gibt es vermutlich Sprachbarrieren, evtl. könnte man hier Hilfsmittel zur Verständigung besorgen (z.B. Bücher mit „Zeige-Bildern“, z.B. Langenscheidt Ohne-Wörter-Buch: 550 Zeigebilder für Weltenbummler, Point it: Traveller’s language kit)
    • welche Möglichkeit zum Erlernen der deutschen Sprache (ggf. vor Ort?) wird den Menschen seitens der Behörden/Regierung geboten?

 

  • Ankunft: Ist eine „Begrüßung“ der Asylsuchenden vorgesehen (http://www.taz.de/!145153/, http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/markdorf/I-mein-halt-Runde-Fluechtlinge-mit-offenen-Armen-empfangen;art372484,6656966)

 

  • Voraussichtliche Dauer: 
    • Ist absehbar, wie lange die übergangsweise Unterbringung in der Turnhalle der Seerosenschule geplant ist?

 

  • Sicherheit:
    • Welche Sicherheitsmaßnahmen (zum Schutz der Privatsphäre aller Personen, usw.) werden ergriffen?
    • Gibt es Sicherheitspersonal? Steht dies rund um die Uhr zur Verfügung?
    • die ohnehin beengte Verkehrssituation in der Seerosenstrasse wird durch zusätzlichen Verkehr belastet werden (Ehrenamtliche Helfer, Behördenvertreter, etc.). Welche Unterstützung im Hinblick auf die Sicherheit des täglichen Schulweges erfährt die Gemeinde Poing, bzw. das Schulzentrum seitens der Behörden?

 

  • Integration und Sozial-/ Betreuung / Ansprechpartner
    • Welche Betreuung gibt es für die untergebrachten Personen?
    • Wie werden die Menschen betreut, wenn sich Probleme einstellen
    • wenn Kinder mit in der Seerosenturnhalle untergebracht werden, was bedeutet das für die Schulgemeinschaften? Werden diese Kinder dem Alter entsprechend dort mit integriert und sofort beschult (bzw. in den Kindergärten mit untergebracht)?
    • bei traumatisierten Menschen, werden diese psychologisch betreut? Sind diese Erkrankungen/Probleme den Behörden bekannt?
    • sind den Behören/dem Landratsamt die Fähigkeiten der Menschen bekannt (z.B. Friseur, Koch, Bäcker, Englischlehrer, Arzt) und haben die Menschen während ihrer Unterbringung die Möglichkeit diese Fähigkeiten mit in das Gemeinschaftsleben einzubringen (in Ihrer Unterkunft oder aber sogar innerhalb der Gemeinde), sodass dadurch ein Synergieeffekt entsteht (und die Menschen eine Aufgabe, Beschäftigung hätten)?

 

  • Möglichkeiten für Unterstützung
    • Ist es erforderlich bzw. möglich, dass man die Asylbewerber gezielt mit Sachspenden unterstützt?
    • Falls ja, welche Spenden / Sachgegenstände werden wohl am dringendsten benötigt (Kleidung/Kinderkleidung, Handtücher, Bettwäsche, Decken, Spielsachen, Kuscheltiere, Spiele uvm)?
    • Unter Umständen würde in so einem Fall eine konkrete Spendenliste helfen, so dass die Bürger gezielt spenden können
    • Wo können Spenden von Bürgern abgegeben werden (z.B. Fahrräder o.Ä.)?
    • Besteht seitens der Eltern der Schulkinder Interesse an einer schulischen Spendenaktion (z.B. Weihnachtspackerl vor Weihnachten mit z.B. Waschmitteln, Schokolade, Reis, Nudeln, Mehl usw.)?
    • Könnte man evtl. „Patenschaften“ übernehmen um Personen/Familien dann näher kennen lernen zu können (z.B. nach Hause einladen, Ausflüge machen, Sachspenden geben, Ansprechpartner sein usw.)?
    • Können sich Bürger mit Hilfe- und Dienstleistungen einbringen (z.B. kostenloses Haarschneiden für die Asylsuchenden)?

 

  • Unterbringung: 
    • Wie viele Personen sind aktuell untergebracht, wie viele können maximal untergebracht werden?
    • Wie sind die Personen untergebracht (Betten, Mobiliar, sanitäre Anlagen)?
    • Wie ist die Essensversorgung organisiert?
    • Wo halten sich die Personen tagsüber auf?
    • Welche Rückzugsmöglichkeiten haben die Menschen bei schlechtem Wetter / im Winter?
    • Gibt es die Möglichkeit für sportliche Aktivität usw.?