Die „Jungen Forscher“ unterwegs als Plastik-Piraten

Im Zuge des Wissenschaftsjahres 2016/17 „Meere und Ozeane“ ergab sich für die Teilnehmer des Wahlfachs Jungen Forscher die Möglichkeit die Wissenschaft zu unterstützen und auf Expedition zu gehen. Plastikmüll in Fließgewässern ist nicht nur hässlich anzuschauen, sondern wird mit dem Wasser in Meere und Ozeane geschwemmt. Dort gefährdet er Tiere und gelangt in die marine Nahrungskette. Das Vorkommen von Plastikmüll in und an deutschen Fleißgewässern ist vielerorts noch unerforscht und so wollten wir im Zuge der Aktion „Plastik-Piraten“ unseren Teil zur Dokumentation der Lage beisteuern.
Zunächst informierten wir uns genau über die Problematik von Plastik in Gewässern und planten den Termin der Probennahme mit Hilfe des Aktionsheftes von https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/.

Wie echte Wissenschaftler haben wir dann am Tag der Probennahme beim Henningbach in Markt Schwaben in Teams verschiedenste Aufgaben übernommen: Das Ufer wurde in Transsekten auf Makroplastik (wie Tüten und weggeworfene Plastikflaschen) untersucht und diese katalogisiert. Mit Hilfe eines Netzes konnte kaum wahrnehmbares Mikroplastik aus dem Bach geholt und erforscht werden. Ein Team hatte die Aufgabe, die Umgebung des Flusses und die dort lebenden Tiere zu beschreiben, sowie die Fließgeschwindigkeit zu bestimmen. Ein weiteres Team ermittelte, ob sich in Ufernähe Müllansammlungen finden lassen. Und das Reporterteam half dabei alle Ergebnisse zusammenzutragen und die Motivation hoch zu halten.
Am Ende des langen und (Gott sei dank sonnigen) Nachmittages entsorgten wir den gesammelten Plastikmüll und es gab als Belohnung ein wohlverdientes Eis.

In den folgenden Wahlfachstunden galt es (wie auch bei echten Forschern), die gesammelten Daten aufzubereiten und an die Datenbank zu übermitteln.
Inzwischen sind die Ergebnisse der deutschlandweiten Aktion auch unter https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/mitmachen/junge-wissenschaftsinteressierte/plastikpiraten/plastikpiraten-ergebnisse.html nachzulesen.

Lisa Krieg